Häufige Fragen zum Bio-Filterdeckel
Allgemeine Fragen
Frage 1 | Wie funktioniert der Bio-Filterdeckel?
Der Bio-Filterdeckel enthält ein spezielles Filtermaterial, das durch natürliche Mikroorganismen Gerüche abbaut. Die optimierte Luftzirkulation reduziert Feuchtigkeit, wodurch Fäulnisprozesse und Madenbefall vermindert werden.
Frage 2 | Warum soll der Deckel der Tonne stets geschlossen bleiben?
Bleibt der Deckel der Biotonne offen oder wird nicht dicht verschlossen, können Fliegen ihre Eier direkt in der Tonne bzw. am Tonnenrand ablegen. Innerhalb weniger Tage schlüpfen Larven, was zu Madenbefall führt.
Frage 3 | Ist die Wirkung des Bio-Filterdeckels von Wetterbedingungen abhängig?
Nein, der Bio-Filterdeckel funktioniert unabhängig von Witterungseinflüssen. Die Feuchtigkeit aus den Bioabfällen sorgt dafür, dass das Filtermaterial aktiv bleibt. Weder Frost noch Trockenheit beeinträchtigen die Filterwirkung. Sollte die Biotonne jedoch über einen längeren Zeitraum unbefüllt bleiben oder bei starker Hitze stehen, kann das Filtermaterial austrocknen. In diesem Fall genügt es, den Filter mit etwa einer Tasse Wasser zu befeuchten, um ihn zu reaktivieren.
Frage 4 | Warum haben die Biotonnen einen Filter im Deckel?
Der Bio-Filterdeckel enthält ein spezielles Filtermaterial aus Kokosfaser, das mit Mikroorganismen und Enzymen angereichert ist. Diese bauen entstehende Faulgase in geruchsneutrale Luft um und binden gesundheitsgefährdende Schimmelpilzsporen in der Tonne. Gleichzeitig ermöglicht der Filter den Abtransport überschüssiger Feuchtigkeit.
Frage 5 | Für welche Biotonnen ist der Filterdeckel vorgesehen?
Während des Pilotprojektes steht der Bio-Filterdeckel für 120l-Biotonnen zur Verfügung.
Frage 6 | Muss ich den Filterdeckel selbst montieren?
Nein, es ist keine Selbst-Montage an der vorhandenen Biotonne erforderlich, da bei Bestellung ein Austausch der kompletten Tonne erfolgt.
Nutzung und Pflege
Frage 1 | Wie oft muss der Filter gewechselt werden?
Es wird empfohlen, den Filter alle zwei bis drei Jahre zu erneuern. Spätestens wenn die Biotonne bei geschlossenem Deckel stark riecht, sollte der Filter ausgetauscht werden. Da das Pilotprojekt vorerst auf eine Laufzeit von einem Jahr begrenzt ist, wird ein Austausch des Filters nicht notwendig sein.
Frage 2 | Wie aktiviere ich den Filter bei der ersten Nutzung?
- Schnappverschluss des Filterhalters lösen, Kappe gegen den Uhrzeigersinn drehen und abnehmen.
- Die Presslinge mit insgesamt ca. 500 ml handwarmem Wasser anfeuchten, um die Mikroorganismen zu aktivieren. Innerhalb von 15–30 Sekunden quellen sie auf.
- Kappe auflegen, im Uhrzeigersinn drehen, bis sie hörbar einrastet.
Frage 3 | Kann der Filter austrocknen und wie kann er reaktiviert werden?
Ja, bei längeren Trockenperioden kann der Filter austrocknen. Falls die Biotonne längere Zeit wenig gefüllt war oder der Bioabfall wenig Feuchtigkeit enthält, sollte das Filtermaterial mit etwas Wasser angefeuchtet werden. Hierzu einfach wie bei der Filteraktivierung beschrieben das Filtermaterial mit handwarmen Wasser reaktivieren.
Frage 4 | Wie reinige ich den Bio-Filterdeckel?
Grundsätzlich muss der Bio-Filterdeckel nicht regelmäßig gereinigt werden. Sollte dieser dennoch gesäubert werden müssen, vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel oder alkoholhaltige Reiniger. Diese können die Mikroorganismen im Filter und die Dichtungen beschädigen. Nutzen Sie stattdessen milde Neutralreiniger oder einen Hochdruckreiniger.
Hygiene und Sicherheit
Frage 1 | Kann es trotz Bio-Filterdeckel zu Madenbefall kommen?
Grundsätzlich reduziert der Bio-Filterdeckel das Risiko eines Madenbefalls erheblich, da Fliegen keinen Zugang zur Biotonne haben. Allerdings kann es trotzdem zu Maden kommen, wenn zum Beispiel Speisereste bereits vor der Entsorgung in der Biotonne für Fliegen zugänglich waren. Um dies zu vermeiden, sollten Speisereste möglichst sofort in einem geschlossenen Behälter, einem sogenannten "Vorsortierer", gesammelt und dann in die Biotonne gegeben werden. Besonders nach dem Essen oder Grillen sollten offene Lebensmittelreste nicht ungeschützt stehen bleiben, da Fliegen hier bereits ihre Eier ablegen können.
Hinweis für Tierhalter
Besonders Hunde- und Katzenhalter können trotz Bio-Filterdeckel Maden in der Biotonne vorfinden. Futterreste, die über längere Zeit offen in Näpfen stehen, bieten Fliegen eine ideale Eiablagefläche. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, Futterreste mit Zeitungspapier einzuwickeln oder in einer kompostierbaren Papiertüte fest zu verschließen, bevor sie in die Biotonne gegeben werden.
Frage 2 | Gibt es gesundheitliche Bedenken durch Keime oder Pilzsporen aus der Tonne?
Grundsätzlich besteht für gesunde Menschen keine Gefahr. Untersuchungen des Umweltbundesamtes zeigen, dass Biotonnen keine höhere Keimbelastung aufweisen als Restabfalltonnen. Allergiker oder Asthmatiker sollten jedoch den Kontakt mit den austretenden Aerosolen beim Öffnen der Tonne vermeiden. Durch Verwendung des Bio-Filterdeckels werden Fäulnisprozesse reduziert, wodurch die Keimlast reduziert wird.
Frage 3 | Kann der Filterdeckel auch im Winter genutzt werden?
Ja, der Bio-Filterdeckel kann zu jeder Jahreszeit uneingeschränkt genutzt werden. Zudem reduziert der Filterdeckel die Vereisung der Biotonne, da durch die kontrollierte Belüftung überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann.
Frage 4 | Kann Regenwasser durch den Filter in die Biotonne gelangen?
Ja, bei starkem Dauerregen kann eine geringe Menge Wasser durch die Luftöffnungen des Filters in die Biotonne gelangen. Dies stellt jedoch kein Problem dar, da Bioabfälle von Natur aus einen hohen Feuchtigkeitsgehalt aufweisen. Zudem trägt die feuchte Umgebung innerhalb der Tonne dazu bei, dass sich Schimmelpilzsporen an das organische Material binden, anstatt in die Luft zu gelangen. Dies kann insbesondere für Allergiker von Vorteil sein. Eine zusätzliche Maßnahme gegen übermäßige Feuchtigkeit ist das Einwickeln feuchter Bioabfälle in Zeitungspapier oder kompostierbare Papiertüten.
Frage 5 | Kann eine Biotonne mit Bio-Filterdeckel auch in Gebäuden stehen?
Ja, eine Biotonne mit Bio-Filterdeckel ist weitgehend geruchsneutral und kann in Garagen oder überdachten Bereichen stehen. Beim Öffnen des Deckels kann es jedoch kurzzeitig zu Gerüchen kommen.
Pilotprojekt für gebührenfreie Bio-Filterdeckel
Frage 1 | Wie kann ich Tester für den Bio-Filterdeckel werden?
Senden Sie einfach unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift, Telefonnummer sowie das Kassenzeichen Ihres Abfallgebührenbescheides eine E-Mail an
Frage 2 | Welche Voraussetzungen müssen für die Teilnahme erfüllt sein?
-
Sie sind Eigentümer/-in eines Ein- oder Mehrfamilienhauses im Landkreis Mansfeld-Südharz.
-
Sie nutzen bereits eine 120-Liter-Biotonne.
-
Sie haben Internetzugang und können an zwei Online-Befragungen teilnehmen.
Frage 3 | Wann werden die vorhandenen Tonnen dann ausgetauscht?
Voraussichtlich Anfang August 2026 werden die vorhandenen Biotonnen getauscht. Den entsprechenden Termin erhalten Sie zeitnah per E-Mail.
Frage 4 | Wie lange kann die Biotonne mit Bio-Filterdeckel getestet werden?
Die Testphase ist für ein Jahr geplant.
Frage 5 | Was passiert mit dem Bio-Filterdeckel nach dem Testlauf?
Antwort wird ergänzt.
Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2026